weg

„weg“, 2013
Videoinstallation, Farbe, 06:59 min., loop

verschwommene Fläche
Immer wieder befragt Doris M. Würgert in ihren Arbeiten unsere Wahrnehmung von (vermittelter) Wirklichkeit. Im Video „weg“ sind alltägliche Erfahrungsabläufe – eine Busfahrt durch einen Tunnel und ein Waldspaziergang – achtmal in der gleichen Schnittfolge aneinandergereiht. Dabei sind die Szenen mit einem Musikstück und Tunnelgeräuschen unterlegt. Allein durch die Dauer der einzelnen Szenen und dem unterlegten Sound verändert sich die Wahrnehmung der einzelnen Bildfolgen und beeinflusst unsere Empfindungen. Ob wir dahinträumen oder Hektik verspüren, ob wir „WEG“ als Flucht oder Enthebung empfinden – in ihrer audiovisuellen Versuchsanordnung lässt die Künstlerin nachvollziehen, wie wenig es braucht, um unsere Wahrnehmung zu (ver-)führen: zuletzt funktionieren die immer gleichen Bilder sogar ohne Ton.

Franz Schneider